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berndamsee

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Donnerstag, 18. September 2014, 20:15

Wann kommen die eCars?

Hei in die Runde!
Ich habe einen sehr interessanten Vortrag über Trendforschung und die Zukunft der eMobilität gehört.

In dem Vortrag ging es darum, wann etwa eCars flächendeckend den Verbrennungsmotor - Benziner und Diesel, sowie Hybrid - verdrängen wird.
Interessanterweise rechnet die Trendforschung nur in Wochen und die Aussage war, dass spätestens in 500 Wochen (< 10 Jahre) die Elektroautos die Verbrenner verdrängt haben, soll heissen, ein konventionelles Auto wäre dann auch absolut nichts mehr wert.

Ein Kernbegriff ist auch der DigingPoint, also jener Punkt, an dem konventionelle Systeme untergraben werden. Das ist beim eCar dann der Fall, wenn es ein dem Verbrenner vergleichbares eCar preiswerter zu bekommen ist als einen Verbrenner.
Dieser Punkt ist laut Trendforschung in ca. 100 Wochen (<2 Jahre) erreicht.

Mich würde jetzt interessieren, wie ihr die Zukunft des eCars seht, da ja dies auch das Ende unserer Autos wäre.

Wobei ich denke, dass der letzte Umschwung gar nicht so sehr durch das technisch Machbare kommt, sondern durch gesellschaftlichen Druck, da ein eCar im Vergleich zu einem Verbrenner wesentliche Vorteile hat.
Auch sollte bedacht werden, das heutige Kinder einmal den Führerschein auf eCars machen werden und den Verbrenner dann nur mehr aus der Erinnerung an die Kindheit kennen. Zumal diese dann Erwachsenen uns den Kopf abreissen werden, für das, was wir jahrzehntelang an Missbrauch an den endlichen Ressourcen und der Umwelt angestellt haben. Mit einem Wort: Sie werden kein Verständnis dafür aufbringen (können).

Also, wie seht ihr die automobile Zukunft? Haut in die Tasten. Bin sehr an euren Meinungen dazu interessiert!

LG Bernd
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Freitag, 19. September 2014, 07:34

Die Lösung des Problems sind die Akkus. Wenn die mal länger halten , dann wird sich die Technik durchsetzen.
Ob das die Trendforscher vorhersehen können weiß ich nicht.

Eine andere Sache ist diese:
Da das Öl immer knapper ist , müssen wir weg von dem Benzin , keine Frage .
Was niemand sieht ist , dass für die Herstellung dieser Autos (Technik und sonstige Materialien) saumäßig viel Erdöl (als Grundstoff zur Herstellung der Chemikalien) benötigt wird.
Da darf man gar nicht drüber nachdenken. Ich arbeite in der BASF , ich seh das jeden Tag, was hier verpulvert wird.
Da könnte ne Oma lange autofahren mit ;)
Ich sag immer , erst wenn sie es schaffen die Windräder aus Holz zu bauen , ist es umweltgerecht.
Meine Prognose ist eher , dass es in ca. 4000 bis 5000 Wochen auf der Erde abgeht wie bei MadMax.
Ist pessimistisch , aber ich denke das ist realistischer als alles andere.

Insofern ist die Diskussion müsig , ob E-Car oder nicht , da die sicher nur ca. 100 Jahre relevant sein werden.

Edit:
Da gabs mal n klasse Beitrag von der Sendung mit der Maus , der ist zwar aus den 80ern aber da fallen dir die Augen aus dem Kopf , was alles weg ist , wenns kein Öl mehr gibt.
Und damals gabs noch keine Handys und Flatscreens.

Edit 2 : Ich hoffe ich hab jetzt hier nicht das ganz große Fass aufgemacht :P :P

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Oelkaennchen« (19. September 2014, 07:43)


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Freitag, 19. September 2014, 07:50

Solange der Strom,mit dem die ecars fahren,nicht auch alternativ gewonnen wird,ist das ganze imho reine Augenwischerei!
Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschließen. (Walter Röhrl)

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Freitag, 19. September 2014, 09:20

Solange der Strom,mit dem die ecars fahren,nicht auch alternativ gewonnen wird,ist das ganze imho reine Augenwischerei!

Da stimme ich dir zu! Ich persönlich bevorzuge Wasserstoff Autos, aber von denen hört und sieht man nix. Das wäre auch eine Alternative wenn die in Massen hergestellt würden. Auch für die Umwelt meines Erachtens. Zumindest was die Reichweiten angeht. Und mit dem Wasser was hinten aus dem Puff herauskommt könnte man noch Wäsche Bügeln :D :zwinker: Ein eAuto stellt für mich keine Alternative dar, weil ich auf dem Lande wohne und für den wöchentlichen Einkauf auch ständig durch die Gegend fahren muß, da sind 50 km schnell aufgebraucht.
Hömma!!! Da leck mich doch einer fertich, du.

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Freitag, 19. September 2014, 09:23

Ja , aber wie bekommt man den Wasserstoff ? Und da wären wir dann wieder beim Strom.

awi

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Freitag, 19. September 2014, 14:23

Eine Alternative wäre auch Biosprit der aus biologischen Abfällen gewonnen wird!

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Freitag, 19. September 2014, 16:19

Und da sind wir dann wieder beim e85 :rofl:
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Freitag, 19. September 2014, 16:46

Biosprit kommt mir nicht in den Tank. E45 trinke ich selbst.

SK-Y 1963

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Freitag, 19. September 2014, 18:52

Hallo Bernd,

Elektroautos werden mit Sicherheit in 10 Jahren den Durchbruch schaffen.
Schon seit den siebzigern ist das so.

Wasserstoff ist mehr was für Stadtomnibusse etc. die täglich neu betankt werden.
Wasserstoff hat nun mal die blöde Eigenschaft, dass man dafür schwere und ge-
fährliche Hochdrucktanks braucht und das Zeug diffundiert durch jedes Material
aus dem am Tanks bauen könnte. Sogar durch Glas.

Wie lange es dauert bis eine normale Tankfüllung halb oder ganz wegdiffundiert
weiss ich jetzt nicht. Könnt Ihr ja mal eruieren.

Blöd ist auch, dass Wasserstoff auf dieser Erede nicht in reiner Form vorkommt,
sondern nur in Verbindungen. Bei der Erzeugung von Wasserstoff entstehen also
ziemlich große Verluste.

Biosprit aus Bioabfall wäre eine Überlegung wert. Also aus Scheisse Geld machen.
Scheint aber auch nicht so einfach zu sein, sonst hätte das bestimmt schon einer
gemacht.

Rapsöl mit dem Dieselmotor verfeuern funktioniert in der Therorie ganz gut, bringt
aber in der praktischen Umsetzung enorme Probleme. Ich hatte vor Jahren mal mit
der Fa. Havelbus zu tun. Die mußten das Projekt wieder einstampfen. Lange Ge-
schichte. Also das ist auch nichts.

Im hier rund jetzt ist für mich die LPG Anlage immer noch das Maß der Dinge - bis
da auch die Steuer zuschlägt. Elektroantrieb funktioniert meiner Erfahrung nach
bei Rollern ganz wunderbar. Autos sind dafür einfach zu groß und zu schwer. Spä-
testens bei der Heizung geht den E-Autos die Puste aus. Immerhin bringt so eine
Heizung wie die im Sebring mehr Leistung als die für mein Haus. Weil halt die Luft
nicht im Auto bleibt, sondern ständig durchgelüftet wird.

Ich habe mich ersthaft für ein Elektroauto interessiert. Sowas wie den Up, aber
nicht so ein Unikum wie den Twizzy. Das kann man echt vergessen. Der Verbrauch
ist schon o.k, aber wenn man die Batteriekosten auf die Laufleistung umlegt rela-
tiviert sich das wieder. Wie lange die Batterie hält, weiss man auch erst hinterher.

Konterkariert wird das Ganze auch noch durch die Querelen der Hersteller die es
wieder mal nicht schaffen, sich auf einen Stecker und einige wenige Standardbatterieen
zu einigen. Also wird es Batteriewechselstationen nicht geben und das Aufladen
unterwegs wird weiterhin eine Ewigkeit dauern - falls man überhaupt rechtzeitig
eine Ladestation findet. Wenn nicht, dann hilft nicht mal ein Kanister.

Hybrid ist irgendwie auch nichts ganzes und nichts halbes.

Also geht nichts über einen Firmenwagen. Ich weiss nicht mal, was der Sprit im
Moment kostet.

berndamsee

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Freitag, 19. September 2014, 22:41

Hei!
Na geht ja was ab hier! Super!

So, wie ich das hier herauslese sind die Batterie und die Reichweite die Killer-Argumente.
Obwohl ich denke, dass man/frau die eCars nicht mit dem Wissen von über 100 Jahren Verbrennungsmotor verstehen kann. eMobilität wird dich sicher ganz anders abspielen und wir werden sicher umdenken müssen.

An den Wasserstoff glaube ich nicht mehr - da müsst eine neue Infrastruktur geschaffen werden - alles zu kompliziert in der Herstellung und Lagerung und Verteilung.
Biosprit hat mM nach auch keine Zukunft, da die grosse Gefahr besteht, dass die ärmsten Länder dann nur mehr für Biosprit anbauen und selber nichts mehr zum Beissen haben.

Für mich bleibt der Strom als die momentan sinnvollste Lösung übrig. Was die Erzeugung des Stroms anbelangt muss wahrscheinlich auch umgedacht werden. Abgesehen davon, dass ich in einem Bundesland lebe, das Dank Windkraft stromautark ist, denke ich doch, dass es zu einer Dezentralisierung der Stromerzeugung kommen wird.

Aber zurück zu den eCars. Warum ich an den Trend der eCars glaube, hat einfache Gründe.
Ich habe einfach mein Leben Revue passieren lassen und mir alle Trends und Innovationen, die ich erlebt habe - auch in meiner Grafik-Branche - vor meinem geistigen Auge vorbei ziehen lassen ... und sieha da, die 300 Wochen tauchten auf einmal wie eine magische Zahl auf.

Ca. 300 Wochen hat es gedauert vom ersten Auftreten eines japanischen Fotoapparates in den späten 60er bis zum Verschwinden der deutschen Fotoindustrie anfang der 70er. Sie wurden belächelt, die Japaner ... heute gibt es nur mehr asiatische Kameras und Leica ...

Ca. 300 Wochen hat es gedauert von der Ankündigung Kodaks, anlässlich der Photokina 1990 "Digitale Fotografie nicht mehr in diesem Jahrhundert!". 1996 fotografierten so ziemlich alle Reporter nur mehr digital, 1998 begannen sich Amateure für die Digitalfotografie zu interessieren und um 2000 wurden bereits mehr digitale wie analoge Kameras verkauft. Und wo ist heute Kodak?
Das Killer-Argument war die nicht vorhanden Qualität der Digitalfotografie und der enormen Speicherbedarf - die Qualität wurde quasi über Nacht immer besser und die Speichermedien wurden Tag für Tag preiswerter. ist heute ein Speichermedium noch irgend ein Thema? Sicher nicht.

Und dazwischen sind in meiner Branche eine Berufsgruppe nach der anderen verschwunden - über Nacht. Zuerst die Setzer - bitte, es ist noch gar nicht lange her, da hatten wir noch Bleisatzmaschinen! Dann verschwanden die Reprografen, weil ja angeblich der digitale Trommelscanner und in weiterer Folge der viel einfacher zu bedienende Flachbettscanner keine Qualität und damit keine Zukunft hatte - laut Druckerei-Innung ...

Wir sind heute beim digitalen 4-Farb-Druck, auch beim digitalen Offset-Druck, hatte alles keine Zukunft ...
Episode am Rande: Ich war nicht nur Grafiker, sondern auch Berater für die digitale Druckvorstufe zu dieser Zeit. "Meine" Druckerei, mit der ich am meisten Zusammenarbeitet, wollte ich in dieser Zeit für den digitalen Druck interessieren ... keine Chance. Dreimal dürft ihr raten, wo heute diese Druckerei ist? Richtig, verschwunden, aufgekauft von einer der grössten Digitaldruckereien in Östereich, die vor ca. 13 Jahren als kleine 3-Mann Firma in unmittelbarer Nähe zu "meiner" Druckerei began mit einem Farb-Kopierer. Heute hat sie 220 Angestellte, 45.000 Produkte und druckt quasi alles über Nacht. 300 Wochen von der Gründung der Digitaldruckerei an bis zum Ende "meiner" Druckerei ...

Kennt wer Nokia? Oder sollte ich sagen: Kannte wer Nokia?
Der absolute Weltleader im Handysektor, 38% Weltmarktanteil. Von der Ankündigung des iPhones durch Apple bis zum vollständigen Verschwinden der Nr. One vergingen ... richtig 300 Wochen. Und warum? Weil Nokia einen Mitbewerber unterschätzt hatte ...

Ich hätte noch viele Beispiele dieser Art, aber ich denke auch ihr kennt solche Beispiele aus der Vergangenheit.
Die Prognosen waren immer falsch! Der Trend kam viel schneller als angekündigt! Und die Killer-Argumente wurden immer recht schnell beseitigt.

Und so wird es beim eCar auch sein! Die Reichweiten werden dank freigegebener Tesla-Patente steigen und die Batteriepreise werden ins bodenlose fallen. Sie fallen auf Grund des grossen Verkaufserfolges von Tesla in Amerika - Tesla ist dort die Nr. 1 im Premium Segment (30% mehr wie MB S-Klasse, 40% mehr wie BMW 7er, 60% mehr wie Audi A8 und Lexus und 80% mehr wie Porsche Panamera) - täglich, und ebenso steigt die Kapazität und die Zyklenzahl.

Teslas Limousine Tesla-S hat eine Reichweite von 480 km und kann in 23 Minuten mittels SuperCharger aufgeladen werden. Das ist momentan Stand der Dinge. Ganz abgesehen davon, das die Limousine schneller wie jeder Ferrari beschleunigt und 600 Nm in jeder Lebenslage sofort abgerufen werden können.
Das Auto ist fast wartungsfrei und hat auf Grund der wenigen Aggregate zwei Kofferräume.

Es bleibt spannend ...
LG Bernd
Bernd am See
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Samstag, 20. September 2014, 07:25

Echt,alles innerhalb von 300 Wochen,spooky!

Aber den Tesla würde ich sofort nehmen,ebens das neuen BMW Coupe
Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschließen. (Walter Röhrl)

Luka Niemand

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Samstag, 20. September 2014, 09:11

http://youtu.be/9r1W_kbJ7Zo

Das ist eine ältere Doku, ok damals war die Technik noch nicht so weit , und die ölmultis konnten damals einen strich durchziehen.

sehr interessant...


was ich sehr wichtig finde ist das vorgehen von Tesla mit der offenlegung der Patente, so eine Art Open Source ...


ich denke es wird mehr und günstigere umbaukits geben, sobald das thema populärer ist.
ich wäre dafür, entweder V8 Gebrüll oder flüsterleise gleiten...

ingo

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Samstag, 20. September 2014, 13:28

Hallo Cruisers,

das Elektroauto ist ja, wie schon festgestellt keine Erfindung der Neuzeit.
es hat nur zwei Probleme die Ölmultis wollen es nicht haben und damit auch die Autoindustrie,
deshalb wird nur halbherzig seit Jahrzehnten daran herumgebastelt.
deshalb gibt es auch noch keinen günstigen und effizienten energiereicher für Elektroautos, was das zweite Problem ist.
Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches
Wesen behandeln - ein Auto braucht Liebe.

berndamsee

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Samstag, 20. September 2014, 14:11

Hei Lukas!
Danke für die Dokumentation. EV1 ist mir ein Begriff, kannte aber auch nicht die Historie dieses Fahrzeugs.

In Wahrheit hat Amerika ja nicht den EV1 zu Grabe getragen, sondern ihre eigene komplette Autoindustrie, die heute, Jahre danach am Boden liegt und nur mehr mit Unterstützung des amerikanischen Staates überleben kann. Ich lade jeden ein, sich einmal die Bilder der einst so prosperierenden Stadt Detroit anzusehen, wie es heute dort aussieht. Der Automobil-Distrikt ist heute eine Ruine und eingezäunt ... und dient haptsächlich Filmproduktionen als Endzeitkulisse.

Ein Punkt in diesem Trend-Vortrag habe ich noch gar nicht erwähnt! Nämlich der, dass die Automobilindustrie gar keine grosse Rolle mehr beim eCar spielen wird. Es treten Hersteller auf, die bis dato noch keine Autos gebaut haben. Nur wenige der klassischen Autofirmen werden diesen Umschwung überleben.

Wer das nicht glauben mag, soll sich bitte einmal die heutige digitale Szene der Fotografie ansehen: Wer ist bitte Panasonic-Lumix, oder Samsung oder Sony? Wo ist deren fotografische Vergangenheit? Von den "klassischen" Fotofirmen haben auch nur Canon und Nikon, sowie Olympus/Pentax überlebt. Während Canon und Nikon mit ihren digitalen Spiegelreflex-Dinosaurieren auch schon dem Untergang geweiht sind ... sie wollen es auch nicht wahrhaben ...

Wie sagte schon Gorbatschow: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!"

Bei aller Liebe zu den Amis, aber beim eCar wird die amerikanische Autoindustrie keine Rolle mehr spielen! Diese historische Chance haben sie vergeigt. Es werden eben Firmen wie Tesla und Co das Rennen machen. Die haben einfach keine ölverseuchte Vergangenheit ... das wird der springende Punkt sein.
Die Automobilindustrie verliert auf Grund ihrer Verbrennungsmotor-Historie alles beim Umstieg auf eCars, die neuen Firmen können auf Grund ihrer nicht vorhandenen Altlasten nur gewinnen.
Aber das eCar wird hauptsächlich von den Asiaten und Chinesen kommen ...

Warum sollte nicht zB Samsung/Panasonic auf die Idee kommen, ein eCar zu bauen? Sie haben das komplette Wissen um Elektronic, Akku-Systeme, Mensch-Maschine-Schnittstellen ... und sie sind innovativ! Und alles andere kaufen sie einfach dazu, wie zB Fahrwerkstechik ...

Also von daher wird der Umschwung einer friedlichen Revolution gleichkommen und unser gesamtes gesellschaftliches Leben verändern.
Ich bin überzeugt, dass Strom ein Allgemeingut werden wird ... zum Null-Tarif. Warum? Weil Akku-Preise in den Keller fallen und Photovoltaik-Anlagen (Panele) auch nichts "mehr" kosten werden. Also werden sich die Leute Solarpanele aufs Dach bauen und den nicht verwendeten Strom in Akkus im Keller speichern ... oder ins Netz für die Allgemeinheit einspeisen.

Auch werdem für den Betrieb eines Hauses oder einer Wohnung keine 230 V (mehr) benötigen. Wir können alles mit 12 V erledigen ... und das in weiten Bereichen völlig ungefährlich für den Menschen.

In diesem Sinne ... es bleibt spannend
LG Bernd
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »berndamsee« (20. September 2014, 14:22)


berndamsee

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Samstag, 20. September 2014, 18:06

Hei!
Hier noch ein Link zur Tesla-Fabrik und dem Gründer Elon Musk.

Auch optisch eine Augenweide, die Fabrik ...

LG Bernd
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Samstag, 20. September 2014, 18:06

Die Preise für Batterieen werden nicht sinken, sondern weiter steigen wie für deren
Produktion Rohstoffe erforderlich sind, die nur begrenzt und bei uns garnicht verfüg-
bar sind.

China ist fleißig dabei, die ergiebigsten Minen aufzukaufen.

Hinzu kommt, dass der Bedarf nach Batterieen auchdurch Solaranlagen und E-Bikes
weltweit weiter steigt.

Was die E-Autos jetzt brauchen sind genormte Wechselbatterieen. Das Aufladen
dauert sonst zu lange und wer eine Stadtwohnung hat, der kann das garnicht selbst.
Auf dem Land sind die Stromleitungen zu schwach als dass alle gleichzeitig ihren
Karren aufladen könnten.

Durchsetzen wird sich der Kram deswegen, weil die Preise für Öl vermutlich noch
schneller steigen werden wie die für Akkus. Folglich wird ein immer größerer An-
teil der Familieneinkommen für Mobilität (und Telekommunikation) draufgehen.
Gespart wird dann wohl bei der Gesundheits- und Altersvorsorge.

Ein Umdenken ist eher nicht in Sicht.

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Samstag, 20. September 2014, 19:06

Hei Ralf!
Dei Preise für Akkus fallen heute schon auf Grund der Tesla-Nachfrage.

Ich kann mich noch erinnern, dass das beim Speichermedium genau so war. Und wo sind heute die Preise für Speichermedien? Im Keller und kein Thema mehr ...

Ich glaube wir machen einen Fehler: Wir versuchen immer mit derzeitigen Technologien die Zukunft vorherzusagen, was aber natürlich nicht geht ... und auch noch nie funktioniert hat.
Fakt ist doch, dass, wenn ein Trend einmal erkennbar ist, dass sich dann auch Technologien ändern ...

Zukunft braucht Fantasie ... nicht Pessimismus!

In diesem Sinne ... es bleibt spannend
LG Bernd
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Samstag, 20. September 2014, 20:19

Vor allem wenn man bedenkt, das eines der ersten Auto ein Elektroauto war!
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Sonntag, 21. September 2014, 02:13

Hei Thorsten!
Ja, das Lohner Elektroauto war zu seiner Zeit revolutionär.
Und überhaupt: Es gab zu Beginn des automobilen Zeitalters mehr Elektroautos wie Benzinautos.

Dass das Benzinauto das Elektroaute vor jetzt fast 100 Jahren verdrängt hat, ist auf Grund der damaligen Batterietechnologie verständlich.
Dass die Öllobby das Elektroauto seit 100 Jahren unterdrückt und weiter unterdrücken will ist aus ihrer Sicht auch verständlich, aber einfach nicht mehr zeitgemäss.
Das Benzinauto hat ja nicht nur eine extrem schlechte Effizienz, es ist ja auch immer noch Umweltsünder Nr.1 ... und das wird oft verdrängt vor lauter Lobhuddelei über Kat & Co ...

Dass das Elektroauto auch die mit dem Verbrennungsmotor verknüpfte Zuliefer-Industrie verändern wird, ist auch klar. Von daher weiss man/frau auch heute schon die Argumentation der Industrie gegen das Elektroauto: Arbeitsplatzgefährdung, Arbeitsplatzverlust ... zumindest in Mitteleuropa und sicher wieder einmal allen voran, Deutschland.

Wenn ich mir in Westeuropa die (staatliche) Unterstützung für Elektroautos ansehe, dann ist ganz klar, dass Österreich und Deutschland wieder einmal Schlusslichter sind.
Ich denke auch, dass die Elektroautos von einigen westlichen Firmen (noch) entwickelt werden, aber der komplette Durchbruch wird aus dem Osten, dem chinesisch/asiatischen Bereich kommen.
Warum? Ganz einfach, die chinesische Autoindustrie hat nicht wirklich etwas zu bieten auf dem konventionellen Automarkt, aber bei alternativen Konzepten werden die Karten neu gemischt. Und da wollen sie sicher eine Rolle spielen, zumal der Heimmarkt ja ein riesiges Potential birgt. Und der Nachbar Indien, mit fast dem selben Potential verhält sich auffällig ruhig ... aber die Fähigkeiten haben beide Staaten dazu, das ist klar ...

Und der asiatische Raum, der dem konventionellen westlichen Automobil schon einmal Parolli geboten hat, kann es sowieso ... wenn Samsung sich entschliessen sollte ein eCar zu bauen, dann ziehen die das durch und die konventionellen Komponeneten holen sie sich dann halt zB von Kia oder sie machen überhaupt gleich eine Kooperation.

Eines ist schon deutlich, dass die Asiaten trotz ihrer traditionellen Vergangenheit wesentlich offener und flexibler sind, als zB der Mitteleuropäer.
Und der Slogan: "Dieses Jahrtausend ist das Jahrtausend der Asiaten" hat schon Berechtigung und sie werden es sich nicht entgehen lassen!

Ich sehe heute schon die deutsche Automobilindustrie in der Versenkung, vielleicht mit einem Überlebenden, der aber sicher nicht VW heissen wird ... und der Rest wird chinesisch/asiatisch sein.
Wie die deutsche Fotoindustrie vor über 40 Jahren ... wir haben leider nichts dazu gelernt ... wie heisst es so schön: "Überheblichkeit kommt vor dem Fall"

Es bleibt spannend
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Montag, 22. September 2014, 03:19

Hei!
Meine Meinung zum hier angesprochenen Wasserstoff-Motor und warum er nicht kommen wird.
  • Zur Herstellung von Wasserstoff benötige ich Strom
  • Reiner Wasserstoff ist gefährlich
  • Komplizierte Lagerung und Verteilung
  • Aufwendiges Tanksystem im Auto
  • Wahrscheinlich Einschränkungen bei Garagen und Parkhäusern
  • Ineffiziente Nutzung in Verbrennungsmotoren
Der einizge Vorteil von Wasserstoff ist die saubere Verbrennung.

Staat und Industrie favorisieren den Wasserstoff,
  • weil er von den Ölmultis hergestellt würde,
  • sie ihr bestehendes Tankstellennetz adaptieren könnten,
  • der Staat sehr einfach wieder den Wasserstoff besteuern könnte (wie bisher bei den Tankstellen) und
  • die Autoindustrie ihr veraltetes Konzept der Verbrennungsmotoren und Getriebe weiter verwenden könnten.
  • Und der Wasserstoff kann von Privaten nicht einfach hergestellt werden im Gegensatz zum Strom.
Um wieviel eleganter und effizienter da doch der e-Antrieb ist!

LG Bernd


BTW: Habe gerade gesehen, das schnellste eCar baut eine kleine Firma in Kroatien: Rimag, Project One, 1080 PS über 4 Motore, 600 km Reichweite, Höchstgeschwindigkeit über 300 km/h ...
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